Theaterpädagogische Fortbildung für Lehrer und Spielleiter

 

Mit unseren theaterpädagogischen Fortbildungsangeboten richten wir uns gezielt an alle LeherInnen die sich im schulischen oder außerschulischen Bereich mit Theater oder dem Fach "Darstellen und Gestalten" befassen.

 

Die Fortbildungen sind praxisorientiert und schulformübergreifend.

 

Ziel unserer Fortbildungsangebote ist, den Teilnehmern theaterpädagogische Übungen zu vermitteln und Impulse für die Arbeit mit Theatergruppen oder dem Theaterunterricht zu geben.

 

Speziell im Fach Darstellen und Gestalten, dass sich durch die vier Fächer Deutsch, Kunst, Musik und Sport zusammensetzt, gilt es für Schüler, wie auch den Lehrer, sich auf ein manchmal noch unbekanntes Gebiet zu begeben. Wir möchten mit Ihnen dieses Fach, das so viele Entfaltungsmöglichkeiten bereithält, gemeinsam erkunden und Tipps und Tricks für die vielen Herausforderungen bereit stellen.

 

 

FORTBILDUNGSANGEBOTE 2015:

 


Warm-up Übungen

Praxisorientierter Grundlagenkurs

Kursnr.: NZ301-115
Datum: 05.05. 2015 + 06.05.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00

Im Fokus dieses Seminars stehen Warming up Übungen die sich mit  den Bereichen „Körperarbeit“, „Präsenz“, „Wahrnehmung“, „Improvisation“ und „Stimme/Sprache“ befassen. Alle Übungen und Techniken werden in der Gruppe praktisch durchlaufen und im Anschluss theoretisch reflektiert und erklärt. Schlussendlich bekommt jeder Teilnehmer einen Übungskatalog an die Hand, in dem nochmals die Übungen aufgeführt und ihr Anwendungsbereich beschrieben wird.

Die Übungen umfassen die, für den Unterricht elementaren, körpersprachlichen, wortsprachlichen, musiksprachlichen und bildsprachlichen Schwerpunkte.




Status

Kursnr.: NG101-215
Datum: 08.05.2015 | 9:00 Uhr 15:00 Uhr
Gebühr: 70,00

Wie erzeuge ich durch das Zusammenspiel von Charakteren Spannung auf der Bühne?
Basierend auf der Grundlage von Keith Johnstones Improvisationstheater, lernen die Spielleiter die Vielschichtigkeit von Statusübungen und deren Facetten als essentielles Mittel der Theaterarbeit kennen.
Keith Johnstone entwickelte die Theorie, dass Geschichten auf der Bühne ebenso wie Begegnungen von Menschen von Dominanz und Unterwerfung geprägt sind. Jeder nimmt zu jeder Zeit einen Status ein und vermittelt damit verbal und körpersprachlich seine innere Einstellung und Handlung nach außen.
Johnstone versteht Status als etwas was man tut, unabhängig vom sozialen Status, den man hat. Was passiert beispielsweise wenn ein König gegenüber seinem Diener plötzlich einen tieferen Status einnimmt? Für die erfolgreiche Charakter- und Rollenarbeit auf der Bühne ist es sehr hilfreich, den Status der Figuren zu definieren und variieren. Die Umsetzung erlernen Sie im Seminar anhand von gezielten Improvisations- und Grundlagenübungen.


Inhalte und Methoden

•    Erkennen welche Spielarten es gibt, Machtverhältnisse auf der Bühne darzustellen und diese zu gestalten.
•    Differenzierung zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung.
•    Erlernen durch z.B. die „Statuswippe“ einer Szene eine völlig neue Richtung zu geben und Spannung zu erzeugen
•    Einführung in die Charakter- und Rollenarbeit
•    Grundlagenerarbeitung von Keith Johnstones Improvisationstheater



Selbstwahrnehmung – der Schlüssel zum Erfolg
Ein Training für mehr Selbstbewusstsein, Vorbereitung auf Praktika / Ausbildung und die Zeit nach der Schule

Kursnr.: NM401-315
Datum: 31.08.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00

Diese Fortbildung hat das Ziel den LehrerInnen Übungen aus dem theaterpädagogischen Bereich zu vermitteln, die bei ihren Schülern zu mehr Selbstbewusstsein und einem sicheren Auftreten bei Bewerbungsgesprächen führen. Hierbei geht es um Kompetenzen wie Körpersprache, Haltung, Stimmlage, Mimik und Bewegung aber auch um die Frage: Wie nehme ich mich wahr und wie werde  ich wahrgenommen?

Inhalte und Methoden

•    Schulung zu Eigen- und Fremdwahrnehmung, Selbstbewusstsein, Konzentration und Aufmerksamkeit
•    Erkennen von Stärken und Schwächen
•    Sicheres Auftreten in einer Gruppe
•    Erproben der vielfältigen Möglichkeiten des Ausdrucks und dessen Wirkung auf das Gegenüber
•    Bewerbungsgesprächen im Rollenspiel
•    Bewährte Techniken für ein sicheres Präsentieren
•    Reflexion




Theaterstücke selber schreiben

Kursnr.: NZ302-415
Datum: 01.09.2015 + 02.09.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00

Fertige Theaterstücke, die für eine Gruppe wie maßgeschneidert sind, sind leider selten. Aber wie komme ich an dieses, für meine Gruppe perfekte Stück?

In diesem Seminar werden sich die Teilnehmer/Innen mit dem szenischen Schreiben befassen. Sie werden selber Stückfassungen kreieren und sich anschließend mit der Umsetzung beschäftigen, denn das Ziel szenischen Schreibens ist die Spielbarkeit eines Textes. Wichtige Bestandteile sind dabei das Einhalten der Handlungslogik, das Aufrechterhalten des Spannungsbogens, sowie die Entwicklung von Charakteren und Dialogen. U.a werden wir uns mit der Frage auseinander setzten: Wie kann ich die vorhandenen Ideen in einen dramaturgischen Zusammenhang setzten?

•    Sie werden viele praktische, für die Arbeit mit Gruppen geeignete Methoden und Spiele kennenlernen um eine Schreibwerkstatt anzuleiten.

•    Sie erfahren, wie Sie mit den selbstverfassten Texten weiterarbeiten und die Gruppe am künstlerischen Prozess beteiligen.

•    Von der Idee bis hin zum fertigen Rollentext werden wir versuchen, den ganzen künstlerischen Entstehungsprozess eines Theaterstücks praxisorientiert zu durchlaufen.


Hinweis:
Bitte bringen Sie Schreibmaterial und falls vorhanden auch schon eine Ideensammlung für die Schreibwerkstatt mit.




Theaterpädagogische Grundlagenarbeit

Kursnr.: NG102-515
Datum: 07.09.2015 + 08.09.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00


Am Anfang eines Schuljahres finden sich Lehrer oft damit konfrontiert, dass viele Schüler bisher weinig Erfahrung im Bereich Schauspielerei gesammelt haben. Daher müssen zuerst einige zentrale Techniken entwickelt werden.
Schüler möchten immer sofort mit Texten arbeiten, doch was ist wenn plötzlich aus dem „Darstellenden Spiel“ ein „Dastehendes Spiel wird? Was kann man tun wenn Texte einfach nur aufgesagt werden, ohne dass die Spieler überhaupt Blickkontakt, geschweige denn Körperkontakt miteinander haben? In diesem Kurs setzten wir bei den Grundlagen an um den Körper des einzelnen Spielers als dramatisches Instrument zu entdecken und die Gruppe als ein Ensemble zu etablieren. Über theaterpädagogische Grundtechniken soll in diesem Kurs erlernt werden, Handeln als eigene Sprache zu verstehen, als eine Form von Kommunikation, die oft viel ausdrucksstärker ist als das gesprochene Wort.

Was setzt uns in Bewegung und welche Impulse verändern eine Situation?
Körpersprachliche Präsenz, die Wahrnehmung des Raumes und gruppendynamische Übungen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Die Rolle des Spielleiters und die richtige Anleitung von Übungen werden zusammen erarbeitet.

Kompetenzen werden in folgenden Bereichen ausgebildet:

•    Grundlagen der Theatertheorie und der Methodik der theaterpädagogischen Spielleitung
•    Anleitung und Evaluation von Übungseinheiten
•    Umgang mit Kritik und Reflexion
•    Exemplarischer Aufbau einer Unterrichtseinheit




Biographisches Theater

Kursnr.: NG103-615
Datum: 15.09.2015 + 16.09.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00

In diesem Kurs wird vermittelt, wie Themen, Gedanken und Gefühle von Schülern spielerisch erarbeitet und in einem geeigneten Format auf der Bühne sichtbar gemacht werden können.
Die richtige Herangehensweise und das nötige Fingerspitzengefühl mit biographischen Erfahrungen von Schülern im Klassenverband wird vermittelt und stellt dem Spielleiter methodisch und künstlerische Möglichkeiten bereit um diese Erlebnisse im Darstellenden Spiel zu verarbeiten und zu vertiefen. Die Spielleiter lernen Ansätze kennen in denen biografisches Material generiert werden kann. Das Seminar umfasst die textuelle Umsetzbarkeit von improvisierten Szenen und die Entwicklung und Erprobung erster konzeptioneller Ideen eigener Projektvorhaben der Teilnehmenden. Außerdem befasst sich der Kurs mit Übungen mit deren Hilfe die Spielleiter sich Zugang zu jugendlichen Lebenswelten verschaffen.
Biographisches Theater führt zu einer Stärkung des Gruppengefüges im ähnlichen biographischen Kontext und bietet den Schülern eine textuelle und theatrale Auseinandersetzung mit ihrem Umfeld und ihrer Situation.

•    Entwicklung von Szenen oder Theaterstücken nach authentischen Erzählungen bzw. Erfahrungen.
•    Dramaturgische Umsetzbarkeit und theatrale Mittel z.B. Verfremdung




Die W-Fragen  - Grundlage einer Szene
       
Kursnr.: NG104-715
Datum: 22.09.2015 + 23.09.2015 | 9:00 Uhr -15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00

Vor jeder szenischen Arbeit sollten dem Darsteller die sogenannten W-Fragen klar sein.
Auf der Grundlage von Stanislawskis Method Acting werden in diesem Seminar die
W-Fragen aufgeschlüsselt und dem Spielleiter als Baustein für Improvisationen, Rollenarbeit und Inszenierungen mit an die Hand gegeben. Denn nur wenn dem Darsteller das Motiv für Text und Handlung klar ist, ist es auch für den Zuschauer ersichtlich.

Wer bin ich?
Das Hineinversetzen in eine Rolle ist der erste Schritt zur authentischen Darstellung auf der Bühne. Mithilfe von effektiven Übungen wird dieser Prozess nachvollzogen. Es wird darauf eingegangen wie man glaubhaft emotionale Zustände verkörpert und welche Möglichkeit es gibt diese im Zusammenspiel mit anderen Charakteren darzustellen.
 
Wo bin ich?
Der Ort spielt eine entscheidende Rolle beim darstellenden Spiel und kann als Anhaltspunkt eine Szene entscheidend prägen und bestimmen. Vorstellungskraft und Raumwahrnehmung bieten hierbei den Grundstein.
 
Was tue ich auf der Bühne?
Bewegungsabläufe, stummes Spiel und die richtige Koordination von Gruppengefügen machen die Szene authentisch und lebendig.
 
Wann spielt die Szene?
Hierbei wird nicht nur auf die Variable der Tages- oder Jahreszeit sondern auch auf die Unterscheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingegangen, wodurch eine komplett andere ästhetische Wirkung erzielt werden kann.
 
Warum tue ich etwas?
Der schauspielerische Rucksack des Spielers ist die Vorgeschichte und ist die Vorlage für die Ziele und Motivation einer schauspielerischen Figur. Der emotionale Zustand und die Verhaltensweise im Gruppengefüge beruht auf den Vorerfahrungen der Rolle.
 
Anhand von kleinen Szenen und Improvisationen werden diese Fragen sowohl in Einzelübungen als auch im Zusammenspiel erprobt und veranschaulicht.




Gruppenfindung - Gruppendynamik – Kommunikation

Kursnr.: NM402-815
Datum: 22.10.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 70,00

Einer für alle – alle für einen! Dieses Zitat kennen die meisten. Und dennoch taucht immer wieder die Frage auf: Warum Teamarbeit?

• weil viele mehr können als einer
• weil viele mehr sehen als einer
• weil sich Lasten auf dem Rücken vieler leichter tragen lassen

Aus diesen Gründen ist Teamarbeit sinnvoll. In dem Seminar werden Methoden gezeigt, um das Gruppengefühl zu steigern, den Teamgeist zu fordern und die Kommunikation zu pflegen.

Inhalte und Methoden

• Sensibilität einer Gruppe herausfinden
• Konzentration und Kooperation
• Das Eingehen auf den Partner und die Gruppe
• Kommunikation
• Kreatives Arbeiten
• Spiele und Techniken als Warming-Up
• Gruppengefühl, Teamgeist und Teamspiel steigern
• Reflexion




Theaterarbeit mit Bildern
Improvisation und Szenenentwicklung

Kursnr.: NL201-915
Datum: 29.10.2015 | 29.10.14
Gebühr: € 70,00

Im Fokus dieses Seminars steht die Theaterarbeit nach Bildern. Die bildsprachliche Atmosphäre und der Bezug der abgebildeten Personen zueinander sind Ausgangspunkt für die Theaterarbeit. Über Assoziationen werden Szenen entwickelt, die ihren Anfangs- oder Endpunkt aus dem jeweiligen Bild ziehen. Hier können die Schüler ihre Phantasie frei einsetzen und haben gleichzeitig einen konkreten Ansatz für ihre Geschichten. Die SchülerInnen lernen durch diese Methode nicht nur ihr darstellerisches Potenzial frei zu gestalten und partizipativ auf den gemeinsamen Gestaltungsprozess einzuwirken, sondern auch ihre Wahrnehmung bei der Betrachtung von Bildern zu schulen und ihr zu vertrauen.

Ziel: In diesem Kurs zeigen wir Ihnen, wie Sie gestalterische Mittel der bildenden und darstellenden Kunst verbinden und vermitteln können und eine gelungene szenische Arbeit auf eine Bildinterpretation aufbauen und anleiten können. Durch die eigenen praktischen Erfahrungen, werden Sie erleben welche Regeln man hierbei beachten muss,  um eine spannende und lebendige Szene entstehen zu lassen.
Somit werden Sie Ihre eigenen kreativen Ressourcen ergründen, Spielfreude entwickeln und umsetzen und vielleicht sogar die eigene Betrachtungsweise der bildenden Kunst neu entdecken– und das immer vor dem Hintergrund der didaktischen und pädagogischen Umsetzbarkeit.




Multimedia-Theater

Kursnr.: NM403-1015
Datum: 9.10.2015 + 10.10.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00

Eigene Geschichten zu erfinden und mit Video in Szene zu setzen gehört zu den
attraktivsten und vielfältigsten Angeboten aktiver Medienarbeit. Neben technischen Kenntnissen, wie z.B. Kamera, Ton und Schnitt benötigen Gruppenleiter entsprechendes Know-How auch im Umgang mit der Kombination Theater. Mit kleinen Mitteln gelangen die Gruppenleiter zu etwas Großem. Im Seminar beschäftigen wir uns, wie man mit sehr kleinem Budget und den Ideen der Kinder und Jugendlichen, ein Multimediales Theaterstück auf die Bühne präsentieren kann.

Inhalte und Methoden

•    Aufbau und Struktur von Videogeschichten
•    Story-Entwicklung
•    Experimentieren von Video, Ton und Schnitt
•    Das Zusammenbringen von Film und Theater
 



Szenische Interpretation von Dramentexten
Durch theatrale Spielansätze neue Impulse geben

Kursnr.: NZ303-1115
Datum: 24.11.2015 + 25.11.2015 | 9:00 Uhr – 15:00 Uhr
Gebühr: € 125,00

Vielen Schülern fällt es schwer Dramentexte zu verstehen oder gar einen persönlichen Bezug zu dem Text herzustellen. Der Text enthält zwar alle notwendigen Informationen um die Handlung zu verstehen aber erst durch die szenische Interpretation wird die Figur lebendig. Die Motive werden klar und die dargestellten Probleme sind den Schülern nicht mehr ganz so fern.
Anhand einer konkreten Szene aus „Kabale und Liebe“ werden wir Ferdinand und Luise treffen und sie nach und nach kennenlernen. Dafür werden u.a Rollenbiographien entwickelt und körperliche Spielweisen ausgelotet, so dass am Ende die beiden auf der Bühne zum Leben erwachen können.

Durch Methoden des Darstellenden Spiels lernen die Teilnehmer zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten kennen die sie durch eigenes Handeln erproben und reflektieren können um so ihren Schülern einen besseren Zugang des literarischen Stoffes zu ermöglichen.


Inhalte und Methoden

•    Innerer Monolog
•    Subtext
•    Rollenbiografie
•    W-Fragen nach Stanislawski
•    Wahrnehmungsübungen
•    Statusübungen
•    Standbilder
•    Rolleninterview
•    Rollenreflexion




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